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Anmerkungen zur 3. Auflage:
Fast alle Personen und Handlungen in diesem Roman sind frei erfunden. Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen ich dann jedoch auch die Namen nicht verändert, und das Einverständnis Betroffener eingeholt habe. So ist Nobbi´s Restaurant keine Erfindung, und auch Nobbi selbst und dessen Frau Noi gibt es tatsächlich. Seine sprichwörtliche Kochkunst ist ebenso wenig erdacht wie auch die tolle Atmosphäre, die ich dort zusammen mit meiner Frau erleben durfte. Die in diesem Buch beschriebene Geschichte ist dort allerdings nie passiert. Im Herbst 2006 haben Noi und Nobbi Nong Khai verlassen und sich eine neue Existenz in Surin aufgebaut.

Es ist indessen mehr als zehn Jahre her, dass ich mit dem Manuskript zu meinem Erstlingswerk begonnen hatte. In dieser Zeit hat sich Thailand sehr stark verändert. Der neue Airport Suvarnabhumi ist bereits seit vielen Jahren in Betrieb. Neben dem Grenzübergang Chong Maek nach Laos, der längst für Touristen freigegeben wurde, gibt es viele weitere Übergänge und neu gebaute Brücken über den Mekong.
Die Sukhumvit-Road ist in Teilen zu »Arab-Town«, in anderen Abschnitten zu »Little Moskow« geworden, die Kao-Sarn-Road von einer quirrlig-schrillen Backpacker-Straße zu einem ganzen Stadtviertel mutiert, welches sich der Kommerzsucht der heutigen Backpackergeneration grell und lautstark angepasst hat.
Vieles, was in meinem Roman beschrieben wird, gibt es indessen nicht mehr, anderes ist hinzugekommen. Thailand hat sich von einem Schwellenland zu einem starken Tigerstaat gewandelt. Gerade Bangkok hat sich in ständig wachsendem Tempo zu einer Weltmetropole entwickelt, aber auch in der Provinz begegnet man den Folgen der Moderne und des wirtschaftlichen Erfolgs auf Schritt und Tritt. Nicht alles davon gefällt uns europäischen Gästen und nicht jede zivilisatorische Errungenschaft wird die Menschen glücklich machen und ihr Leben nachhaltig positiv beeinflussen. Doch müssen wir uns damit abfinden, dass sich auch der arme Isaan-Bauer ein Moped und einen bunten Fernseher wünscht, dass er sich Erleichterung bei seiner schweren körperlichen Arbeit verschaffen möchte. Dann gibt es die romantischen Bilder von Ochsen, die den hölzernen Pflug durch Reisfelder ziehen halt nur noch auf Postkarten zu bewundern, während sich der Farmer über seinen chinesischen Diesel-Traktor freut. Die sprichwörtliche Freundlichkeit, die guten Umgangsformen und der Respekt allen Lebewesen und allen Dingen gegenüber, weichen leider allmählich westlichen Sitten und Gebräuchen. Der Tourismus hat das Land wohlhabend gemacht, die Touristen hingegen haben das Volk kulturell verarmen lassen. Verheißungsvoll zeichnen sich, insbesondere bei jungen Leuten aus der wachsenden gehobenen Mittelschicht, gegenläufige Entwicklungen und ein Besinnen auf die traditionellen Wurzeln dieser einzigartigen Kultur ab.
Wie wird sich uns das gute alte Königreich Thailand wohl in weiteren zehn Jahren zeigen?

Deckeltext »Tod am Mekong«:
Was als ein erholsamer Badeurlaub auf der Ferieninsel Phuket geplant war, entwickelte sich für den Hamburger Architekten Thomas Defries zu einer turbulenten ›Road-Story‹ quer durch Thailand, bis in den äußersten Nordosten, den Isaan. Ein Junky, ein cholerischer Manager, ein thailändischer Hotelboy und, nicht zuletzt, eine Gangsterbande aus Bangkok kreuzen dabei ständig ihre und seine Wege. Ihre verschiedenen Sichtweisen und Erlebnisse geben dem Leser einen spannenden Blick auf Land und Leute.

Ein paar Meinungen zum Buch:
„Ein schönes Erstlingswerk von einem Thailandliebhaber. Der Autor beschreibt Orte und Gegebenheiten so, dass man sofort diese Örtlichkeiten beim Lesen vor Augen hat. Ein erfrischendes Werk!“ Werner, Thai-Schick.de

„Andreas Tietjen gelingt es, seine Eindrücke in dieser „Road-Story“ umzusetzen – in einer packenden Geschichte, in der verschiedene Persönlichkeiten durch Bangkok, Thonburi, Khorat, Ubon Ratchathani, Nong Khai und andere Plätze das Land des Lächelns unsicher machen.“
„Der Farang“, Ausgabe 21 / Oktober 2006

„Jeder Thailandurlauber wird sich in diesem Buch an die eine oder andere Situation erinnert fühlen. Bei jedem anderen Leser wird die Neugierde auf das Land geweckt. Man merkt sofort das der Autor Thailand gut kennt und liebt, dabei aber nicht alles rosarot sieht, sondern auch kritische Töne anklingen läßt. Das Buch ist spannend geschrieben. Die Karaktere sind facettenreich und glaubwürdig dargestellt. Wir warten auf weitere Bücher in dieser Art, vielleicht sogar von diesem Autor?“
Sven Busche, Amazon